Einbruchmeldeanlage (EMA)
Bestandteile und Begriffe
Eine Einbruchmeldeanlage (EMA) besteht aus mehreren Komponenten. Herz ist die Einbruchmeldezentrale (EMZ). Hier laufen alle Informationen der Sensoren zusammen. Hier wird der Alarm an die Melder weiter gegeben. Zum Bedienen der EMZ werden Schalteinrichtungen und Bedienteile verwendet.
die Einbruchmeldeanlage ist eine elektronisch betriebene Einrichtung, die dem Objektschutz dient. Sie überwacht automatisch Gegenstände auf Diebstahl oder Flächen und Räume auf unbefugtes Eindringen. Die EMA hat die Aufgabe über Sensoren, Störungen und Gefahren auszuwerten, zu signalisieren und weiter zu leiten. Die Sensoren sind entweder ständig aktiv oder werden über eine Scharfschalteinrichtung ein- und ausgeschaltet. Eine Einbruchmeldeanlage soll:
- durch Abschreckung Einbrüche und unbefugtes Betreten verhindern
- im Notfall polizei, Sicherheitsdienste etc. alarmieren
- die Aktionszeit von Dieben etc. minimieren
Wichtige Peripherie einer EMA
Magnetkontakt
Ein Magnetkontakt ist ein automatischer Melder zur Überwachung von Türen, Fenstern oder anderen beweglichen Teilen.
Der Magnetkontakt besteht aus zwei Teilen, ein Schalter und einem Magneten. Der Schalter wird im Allgemeinen an einem feststehenden Teil (Tür- oder Fensterrahmen) befestigt. Zur Befestigung sind nichtmagnetische Schrauben (z.B. Messing) zu verwenden. der Magnet ist in ca. 1,5 cm Entfernung vom Schalter auf dem beweglichen Teil der Türe oder Fenster zu befestigen. Kippfenster müssen auch im gekippten Zusatand zur Auslösung führen.
Riegelkontakt
der Riegelkontakt ist Bestandteil einer Alarmanlage. In der Einbruchmeldetechnik ist die Überprüfung der Außentüren eines Objektes auf Verriegelung Teil der Zwangsläufigkeit. Für diesen Einsatzzweck ist der Riegelkontakt vorgesehen. ein einstellbarer und bei Bedarf auch zu verlängernder Schalthebel prüft die Stellung des Schließriegels. der Riegelkontakt ist im Bereich des Schließbleches in der Zarge einer Tür eingebaut und wird durch den Schließriegel des Türschlosses betätigt. es ist nicht möglich, die Anlage scharf zu schalten, wenn nicht alle Türen verriegelt und alle Fenster geschlossen sind.
Federkontakte
Federkontakte sind Öffnungsmelder. Einsatzgebiete für Federkontakte sind vor allem Hallen- und Garagentore. ein Federstab nimmt die Bewegung des Torblattes auf und gibt es an eine Bestätigungsplatte ab.
Aufbruchkontakte
Zwei mechanische Sicherungen werden z. Bsp. angebracht. Bei einem Einbruchsversuch bricht die erste mechanische Sicherung sehr schnell. das Fenster kann einen Spalt geöffnet werden, dadurch gibt ein gleichzeitig montierter Magnetkontakt Alarm. das Fenster stößt dann an die zweite mechanische Sicherung.
Lichtschranke
Eine Lichtschranke ist ein Infrarot-System, bei dem ein sender einen periodischen IR-Impuls aussendet. Bei einer Unterbrechung des IR-Strahls erkennt der Empfänger das Verschwinden des Signals und wertet dies als Alarm.
Passiver Glasbruchmelder
Der passive Glasbruchmelder besteht aus:
- einem Sensor und
- der Elektronik
Der passive Glasbruchmelder ist ein Körperschallmelder, der auf das typische Frequenzspektrum von brechendem Glas reagiert. Er wird direkt auf die zu überwachende Glasscheibe montiert.
Aktiver Glasbruchmelder
Die aktiven Glasbruchmelder bestehen aus drei Teilen:
- Sender
- Empfänger
- Auswerteelektronik
ein aktiver Glasbruchmelder sendet eine Frequenz über das Glas aus. Wird diese Frequenz nicht mehr zurückgeworfen, nimmt der Empfänger an, dass das Glas beschädigt ist und löst einen Alarm aus. Wird zusätzlich zur gesendeten Frequenz eine andere Frequenz empfangen, wird das als Störung gemeldet.
Bewegungsmelder- Infrarotsensor
Bewegungsmelder mit Infrarotsensoren reagieren auf Wärme. Sie messen zunächst die Wärme der Umgebung und speichern den erhaltenen Wert zum Vergleich. Betritt nun eine Person den Bereich, der vom Bewegungsmelder überwacht wird, registriert der Infrarotsender die Temperaturdifferenz und veranlasst entweder das Auslösen eines Alarmes oder eine andere Aktion.
Bewegungsmelder - Ultraschallsensor
Ultraschall- Bewegungsmelder senden Töne in einer Frequenz, die das menschliche Gehör nicht verarbeiten kann aus. Stößt eine Ultraschallwelle nun auf ein Hindernis oder einen Gegenstand, z. Bsp. einen sich nähernden Menschen, so wird sie reflektiert. Ein in dem Bewegungsmelder eingebauter Empfänger registriert dieses reflektierte Signal. Auch hier ist wieder ein Vergleichswert mit der unberührten Umwelt gespeichert. Sollte das empangene Signal sich von diesem Vergleichswert deutlich unterscheiden, löst der Bewegungsmelder wiederum einen Alarm aus oder startet einen anderen Verbraucher.
Bewegungsmelder- Dualmelder
Von Dualmeldern spricht man, wenn ein Bewegungsmelder beide Sensortypen (Infrarot- und Ultraschall) enthält. Man unterscheidet wiederum zwei verschiedene Arten von Dualmeldern: Der erste Typ löst den Alarm nur dann aus, wenn beide Sensoren unabhängig von einander eine Bewegung registriert haben. Der zweite Typ von Dualmelmeldern löst den Alarm aus, wenn nur einer von beiden Sensoren eine Unregelmäßigkeit feststellt. Diese Bewegungsmelder sind sehr empfindlich. Er sollte nur dort eingesetzt werden wo ein Täuschungsalarm nur sehr unwahrscheinlich ist, z. Bsp. zur Überwachung bestimmter Innenräume
Übersicht: Gefahrenmeldeanlage, Brandmeldeanlage, Überfallmeldeanlage

